"Der Leser staunt, und der ehemalige Kreisobstlehrgarten wundert sich, wie schnell aus ihm ein Naturschutzzentrum geworden ist", monierte "Helmut, der Fußgänger" in der Wetzlarer Neuen Zeitung Ende September 1976. Dem damaligen Umweltminister Görlach empfahl er, zur Einweihung "Sense und Gartenschere mitzubringen, damit er wenigstens ein Stück in den Kreis-Lehr-Unkrautgarten" vordringen kann".
Anlass für "Helmuts" Unbill war offensichtlich ein Ortstermin, denn einige Tage zuvor hatte Landrat Kurt Wilhelm Sauerwein bekannte Persönlichkeiten zur "Einweihung des Naturschutzzentrums Wetzlar im ehemaligen Kreislehrgarten" geladen.

Vor etwa 100 Jahren war die Kreisobstbaumschule an die heutige Friedenstraße verlegt worden. Vor 60 Jahren erfolgte wegen der gestiegenen Bedeutung die Umbenennung in "Kreisobstlehrgarten". Und 1976 entstand daraus das Naturschutz-Zentrum Hessen.

Heute würde Helmut sich bestimmt nicht mehr erschrecken, denn aus dem vernachlässigten Kreisobstlehrgarten ist längst ein Schmuckstück der Umweltbildung geworden.

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